Eine Reise zur Neuen Musik, beschrieben von Dr. Pingel
Donnerstag, März 29th, 2007Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen: Fraktale 13.
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen: Fraktale 13.
… und sie reden schreiben aneinander vorbei: Ein Artikel in der Süddeutschen, gefunden via popkulturjunkie.
Googles Sprachtool macht aus diesem Satz:
“Golden Section Stranding mathematically eliminates resonant multiples in conductors.”
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diesen Satz:
“Goldener Abschnitt-Schiffbruch beseitigt mathematisch Resonanzmehrfachverbindungsstellen in den Leitern.”
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Wie sinnreich.

(Danke an Craig Andersen, dass ich eine LP aus seiner Sammlung hier abbilden darf - Thank you!)
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Westminster Gold war ein Reissue-Label während der Siebziger Jahre. Das zeigt sich auch in der Cover-Gestaltung, die oft humorvoll, sexy und spielerisch ist. Dabei kam es offenbar gar nicht so sehr darauf an, dass Musik und Cover zueinander passten - der BH hätte jedenfalls besser zu Don Giovanni oder Cosi fan tutte gepasst.
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Heute, 30 emanzipationserfolgreiche Jahre später, würde man Wagner-Aufnahmen sicher nicht mehr mit drei nackten Grazien schmücken.
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Aber den hintersinnigen Humor, der aus manchem Cover spricht, den würde ich mir heute manchmal wünschen. Die Kunst der Cover-Gestaltung schrumpfte offenbar mit dem Format auf CD-Größe. Und bald, wenn nur noch Datenströme fließen, gibt es überhaupt keine Cover-Kunst mehr. Cover-Artists werden sich allenfalls noch auf 468 X 60 Pixel austoben können - der Standard-Größe eines Internet-Banners.
Dr. Engel habe ich aus der Blogroll entfernt. Ich mag ja seine abgedrehten, bösen Satiren. Aber das neue Bild im Header finde ich jenseits von Gut und Böse, nämlich ziemlich daneben.
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PS: Schreibweise angepasst: Gut und Böse statt gut und böse. So wie bei Nietzsche.
… zum Beispiel eine Partitur von Claude Debussys La mer.
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HALT! Die ist ja überhaupt nicht vollständig…
platte11.de hier, platte11.blogg.de da und blog.platte11.de dort - das Sammelsurium von Internetseiten wurde mir zu bunt. Auch war und bin ich mit bestimmten Funktionen und Funktionseinschränkungen dieses Weblogs unglücklich. Ich habe es zum Beispiel nicht geschafft, die Kommentarfunktion so einzustellen, dass ich nicht jeden Kommentar einzeln freischalten muss.
Seit Dezember 2006 habe ich nach einem Designer gesucht, dessen Aufgabe darin bestehen sollte, alle Adressen unter einer zusammen zu fassen, dabei die alten Beiträge und Artikel zu erhalten und schließlich alles ein wenig schöner und benutzerfreundlicher aussehen zu lassen. Dirk Hesse wird diese Aufgabe übernehmen. Seine Arbeiten sind klar und gut lesbar; sie gefallen mir außerordentlich gut. Vor Anfang April sollte aber niemand Veränderungen erwarten.
Der Autor einer türkischen Internetseite zum Thema “High End” hat sich an einer Definition des gewöhnlichen High Enders gemacht: Audiophilius humane. Keine Ahnung, wie gut sein Latein ist, aber der eine oder andere Satz trifft definitiv ins Schwarze.
Weblog-Einträge wie diese zu lesen, vor allem die Kommentare, das rückt die Maßstäbe mal wieder gerade und eröffnet einen schönen Blick darauf, wie Leute, die mit “High End” nichts am Hut haben, über uns denken.
Es ist immer wieder erstaunlich, welchen Fleißarbeiten man im Internet begegnet. Da hat doch tatsächlich ein japanischer Platten- und CD-Sammler eine Diskografie der Wiener Philharmoniker ins Internet gestellt. Als Plattensammler erschließt man sich die Informationen am besten über die Unterseiten. Wer da eine bestimmte Nummer anklickt, zum Beispiel EMI No. 1, kommt auf eine Seite mit Cover-Abbildungen und Aufnahmelisten.
Soll ich mich über diesen Copyright-Verstoß jetzt ärgern oder freuen?
Ich freue mich.
Es geht um diesen Text.

Was versteht man unter einer ”optisch offensiven” Lautsprecheraufstellung? Im Weblog Nutzloses Wissen wird’s erklärt. Weniger für Hifi-Fans, mehr für an der Sprache Interessierte.
Die Universal Music GmbH verkauft CDs. Sie besitzt in ihrer Abteilung “Universal Classics” ein paar der bedeutendsten Klassik-Label der Welt, nämlich Deutsche Grammophon, Decca, Philips und ECM.
Um über ihre Klassik-CDs zu informieren Werbung für ihre Klassik-CDs zu machen, gibt Universal Classics eine Zeitschrift heraus, die Klassikakzente heißt. Marketing-Fachleute nennen so etwas b2c-Publikation. Das steht für “business to consumer” und ist nichts Schlimmes, sondern ziemlich klug, weil es der Kundenbindung dient. Und die Kunden sind ja nicht dumm. Ebenso wie niemand in Avenue, dem Magazin für Peugeot-Kunden, einen kritischen Artikel über diese Automarke erwarten wird, oder in der Bäckerblume einen kritischen Bericht über die Hygiene in Bäckereien, und da gäbe es viel zu schreiben, so erwartet bestimmt auch niemand in den Klassikakzenten einen unabhängigen, womöglich sogar kritischen Beitrag über eine CD der Deutschen Grammophon. Es bleibt über die Situation ja auch niemand im Unklaren, der sich mal eben ins Impressum der Online-Ausgabe klickt, wo klipp und klar steht: Die Webseite wird “im Auftrag von Universal Classics” betrieben.
So, jetzt sind wir an der Stelle, wo es etwas komisch, nein ärgerlich wird. Obwohl die Klassikakzente von Universal Classic herausgegeben werden und einen Chefredakteur mit einer Mail-Adresse haben, die auf /ätt/umusic.de endet, steht da im Impressum der Online-Ausgabe ein wunderlicher Satz: “Aktuelle Inhalte werden von unabhängigen Fachjournalisten erstellt.” Wie das mit der Unabhängigkeit funktionieren soll, wenn Universal die Brötchen bezahlt, das frage ich mich. Und als Rezensent von Klassik-CDs finde ich es schlecht, dass in den Klassikakzenten über den PR-Texten der Begriff “Rezension” steht.
Alles Gute zum Forumsstart, Brucknerfreunde!