John Peel
Dienstag, November 28th, 2006Bei Boogie gelesen: Die Biografie von John Peel ist pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Läden. John Peel hatte vermutlich die größte Plattensammlung der Welt. Ein Haus voller Platten.
Bei Boogie gelesen: Die Biografie von John Peel ist pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Läden. John Peel hatte vermutlich die größte Plattensammlung der Welt. Ein Haus voller Platten.

Bei mir laufen regelmäßig Pressemitteilungen ein, in denen Tonträgerfirmen ihre Neuerscheinungen ankündigen. Natürlich sind das Gebrauchstexte, und eigentlich würde mir eine simple, kommentarlose Liste zur Information reichen - so macht’s beispielsweise das Label MDG. Eine schlichte Liste ist jedenfalls besser als ein fehlerhafter Text in dem Sting, der Englishman in New York, zum amerikanischen Rockstar erklärt wird, wie ich es vor einigen Wochen erlebt habe…
Überhaupt gilt: Je “arbeitsteiliger” bei einem Label gearbeitet wird, desto unpersönlicher und reklameartiger erscheinen die Ankündigungen. Alles wird zur Sensation aufgeblasen und das Meiste kommt hochglänzend und auf teuerstem Papier ins Haus. Ich muss von sowas gelegentlich mal ein Foto machen…
Aber egal - darauf will ich jetzt gar nicht hinaus.
Ich habe mich nämlich vor einiger Zeit über eine Pressemitteilung gefreut, weil sie so ganz anders war: klüger und besser formuliert als alles, was mir von den PR-Abteilungen der großen Labels auf den Tisch kommt, vor allem aber viel persönlicher. Ich finde die Pressemitteilung von Andreas Spreer für die neue CD von Evgeni Koroliov so schön, weil sie ehrliche Begeisterung vermittelt. Man muss dem Label-Chef einfach glauben, dass er von Koroliovs neuer CD ganz hingerissen ist:
Die Blumen, so hoch sie wachsen,
Sind blass hier, wie der Tod;
Nur Eine in der Mitte
Steht da im dunkeln Rot.
Die hat es nicht von der Sonne:
Nie traf sie deren Gluth;
Sie hat es von der Erde,
Und die trank Menschenblut.
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Platte beginnt mit einem kleinen Stück nach diesem dem Wahnsinn nahen Gedicht von F. Hebbel. - Evgeni Koroliov arbeitet deutlich und doch ohne jede Übertreibung die extremen Stimmungsunterschiede Robert Schumanns in den hier ausgewählten Werken heraus. So unterschiedliche Zyklen wie die Kreisleriana und die Kinderszenen entstanden fast gleichzeitig. Wie muss sich Schumann beinahe täglich innerlich zerrissen haben! Das Wort “Genie” will auf Koroliov nicht so recht passen. Sein Spiel ist irgendwie so “menschlich”, er bringt dem Hörer die Musik so nahe - Alles scheint leicht, und es scheint genau so sein zu müssen. Und was das Schönste ist: Koroliov drängt sich nicht auf. Wir müssen ihm lauschen - weil er einfach soo schön spielt. - Sie merken, ich bin ein hoffnungsloser Koroliov-Fan… Bei der Gelegenheit: Koroliov hat mit uns vereinbart, in den nächsten Jahren u. a. die großen Klaviersonaten von Beethoven für TACET aufzunehmen.
(…)
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Spreer
TACET153CD THE KOROLIOV SERIES VOL. IX Robert Schumann - Kreisleriana op. 16 - Bunte Blätter op. 99, 1-8 - Kinderszenen op. 15 - Waldszenen op. 82 (Verrufene Stelle und Vogel als Prophet) Evgeni Koroliov, Klavier

Offenbar nutzen die meisten Besucherinnen und Besucher mein Weblog, um in der Mittagspause mal was anderes als ihre Arbeit zu sehen.
Hallo Maggi, biete Werbeplatz für Fünf-Minuten-Terrinen!
Über’s Wochenende überarbeite ich meine “classix” und stelle sie fertig, dann folgt noch ein weiterer Text für die nächste image-Ausgabe. Insofern passiert hier erst Ende nächster Woche wieder etwas.
In der Zwischenzeit können ja alle mal hier vorbeischauen und sich insbesondere dort an der Unterschriftensammlung beteiligen. Und das in allen Foren, Weblogs, Newsgroups etc. fleißig verbreiten.
Was für ein Ärgernis. Ich will meine GEZ-Gebühren zurück haben!

Aus dem Pressetext des - wohl immer noch - renommiertesten Klassik-Labels:
Man könnte meinen, in diesem, dem Mozart-Jahr 2006, hätte es bereits alles aus der Feder des Salzburger Meisters in Neuaufnahmen gegeben. Nun aber, am Ende dieses ereignisreichen Jahres, präsentiert die Deutsche Grammophon ein letztes Highlight des Mozart-Jahres: zeitlich passend zu Mozarts Todestag am 5. Dezember stellt Christian Thielemann seine Sicht auf Mozarts letztes, von eigener Hand unvollendet gebliebenes Werk vor, das Requiem op. 626. Im Februar 2006 live in der Münchener Philharmonie aufgenommen, demonstriert der Münchner Chefdirigent die Zeitlosigkeit dieser Totenmesse, die unbestritten zu den schönsten und - ja, man darf ruhig sagen: populärsten Sakralwerken der Musikgeschichte zählt.
Am schönsten aber ist das op. 626… Bei dieser Vorlage musste ich einfach einen Giftpfeil aus meinem Köchel Köcher nehmen und ihn abschicken.
Manchmal muss man ganze Absätze löschen, mit denen man sich zuvor Mühe gegeben hat. Das tut mir jedes Mal weh. Aber das hier passte einfach nicht mehr:
Die historische Technik (ich schreibe über das Trichter-Mikrofon und das Grammophon) entspricht der verbreiteten Vorstellung von der Musikwiedergabe als einer Umkehrung der Aufnahme und der Vorstellung vom Lautsprecher als dem „umgekehrten“ Mikrofon. Wie man in den Trichter hinein ruft, so soll es – gewissermaßen auf der anderen Seite – auch heraus schallen. Nicht zufällig entwickelten sich die Aufnahme- und Wiedergabegeräte anfangs in einem Strang mit der Fernsprech-Technik. Im Emblem von „His Master’s Voice“ klingen die Zusammenhänge noch an: Ein für seinen guten Hörsinn gerühmtes Wesen erkennt eine individuelle Stimme wieder. Es ging von Anfang an um hohe Wiedergabetreue, oder englisch: High Fidelity, und die alte Idee, dass Hifi die Aufnahmesituation möglichst perfekt reproduzieren soll, finde ich immer noch schlüssig.
Und weg damit.

Aus dem Karton eines Kabel-Lieferanten. Ich finde das sehr nett und habe mich gefreut. Geschmeckt hat es auch.

Heute habe ich bei Aldi-Süd meine Werkzeug-Ausstattung erweitert.
Ich hatte die Anschaffung einer solchen Karre immer geplant, war aber irgendwie nie dazu gekommen, obwohl ich öfter in Baumärkte als in Hifi-Läden gehe.
Mit der Transportkarre kann ich Lasten bis 90 kg verfahren - da sind zwei kleine XQ1 ein Klacks. Die nächste B80 kann also kommen!
Weil ich das zerschossene Design des Weblogs sehr unschön finde, lagere ich die für den Fehler in Frage kommenden Einträge jetzt aus, nämlich hierher:
Sting singt Dowland - auch auf Vinyl?
Kommentare sind wieder möglich
Die Seiten werden einzeln problemlos dargestellt. Ich lasse sie nur auf der Hauptseite nicht mehr anzeigen und vermeide damit die Darstellungsfehler auf dem Bildschirm.
Es kommt ja - noch - nicht allzu oft vor, dass ein Klassik-Künstler ein Weblog führt. Ekkehard Klemm macht’s seit bald einem Jahr.
Wer auf seine eigentliche Internetseite geht, findet unter Texte - Texte.
Wie angekündigt habe ich die beiden etwas zu schnell veröffentlichten Artikel über das Doppelkonzert und Volkslieder von Brahms noch mal überarbeitet. Das Problem liegt nicht nur darin, dass man im Internet zu schnell publiziert, sondern auch darin, dass es sehr schwierig ist, die eigenen Texte zu korrigieren. Man verfällt immer wieder aus der orthographischen Überprüfung in eine inhaltliche Überprüfung des Textes. Und schon hat man wieder etwas übersehen.