Archive for Februar, 2007

Bullet Plugs und ein schönes Thema

Mittwoch, Februar 28th, 2007

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Ja, sie sind das Genialste seit der Erfindung des Crimpens, der Suche nach der richtigen Netzphase oder … naja, egal, jedenfalls gibt’s klanglich kaum Besseres. Was mich an den metallarmen Eichmann-Bullet-Plugs trotzdem nervt? - Die Tatsache, dass sie nicht idiontensicher einem unvorsichtigen Hifi-Schreiber, der wirklich dauernd Geräte neu verkabelt, früher oder später, eher früher, kaputt gehen.
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Mittlerweile soll der Hersteller eine andere Materialmischung verwenden, die haltbarer sein soll, aber ich habe eben noch so viele Kabel mit den alten Steckern. Sozusagen ein Erstserienproblem.
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Bei mir spielt sich seit gestern ein Vollverstärker warm heiß. Was man wortwörtlich nehmen muss: Der Sugden A21 SE arbeitet im Class A-Betrieb. Die Kühlrippen und der Gehäusedeckel geben eine Menge Hitze ab.
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Wegen dieses Themas und anderer, wird hier in der nächsten Zeit nicht so regelmäßig aktualisiert.

Das Lied von der Erde; Fassung für Tenor und Bariton

Montag, Februar 26th, 2007

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Die Fassung für Tenor und Bariton, von Gustav Mahler gleichberechtigt vorgesehen, wird doch viel seltener aufgeführt und aufgenommen als die Fassung für Tenor und Alt. In meinen beiden Artikeln über Das Lied von der Erde hatte ich stets Leonard Bernsteins Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern und James King sowie Dietrich Fischer-Dieskau berücksichtigt (Interpretationsvergleich in Analog aktuell, Artikel über Orchesterlieder in image hifi). Das lag nicht zuletzt daran, dass ich zwar über viele Aufnahmen in der verbreiteten Konstellation mit Tenor und Alt, jedoch nur über die o.g. mit Tenor und Bariton verfügte.
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Jetzt habe ich eine weitere Aufnahme mit dem Bariton Dietrich Fischer-Dieskau kaufen können, und zwar dirigiert Paul Kletzki das Philharmonia Orchestra, den Tenorpart singt Murray Dickie. Die Aufnahme stammt von EMI und entstand 1960.

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Schön!

Journalismus und Blogs - ach ja, und noch einmal die Klassikakzente

Freitag, Februar 23rd, 2007

Sind Blogger nun Journalisten oder nicht? Ich habe keine Antwort auf diese immer wieder an Orten wie diesem aufgeworfene Frage. Jedenfalls zähle ich mich zu den Leuten, die - auf fremde Rechnung - journalistisch arbeiten und - zum Vergnügen und per Selbstausbeutung - nebenbei ein wenig bloggen. Ich mache das so, weil ich das will.
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Vergegenwärtigen wir uns an dieser Stelle, dass die Kategorien im www ein wenig verschwommen sind. Es gibt Journalisten und Blogger. Beide Gruppen publizieren regelmäßig zu allen möglichen Themen, behaupten Tatsachen und vertreten Meinungen. Das Problem liegt darin, dass sich Journalisten dabei an den Pressekodex gebunden fühlen (sollten), Blogger dagegen vollkommen frei in ihrem Tun sind, solange sie nicht auf Kollisionskurs mit den Rechten anderer oder dem Gesetz geraten. Gut, dass es gewisse Mechanismen gegenseitiger Kontrolle gibt. Auch als Blogger kann man sein wichtigstes Kapital verspielen: die Glaubwürdigkeit.

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Jetzt wird’s delikat: Die Firma Blogpay.de beschäftigt sich mit der Vermarktung von Weblogs. Das ist selbstverständlich nichts Ehrenrühriges, und wenn ich morgen einen Anruf von einer Agentur bekäme, die hier Werbeplatz für einen Möbelhersteller, Autokonzern oder Versicherungsanbieter buchen wollte, so würde ich sagen: Bitte, gerne, was zahlt Ihr? Pecunia non olet!
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Blogpay.de hat aber einen Vorschlag, der etwas seltsam riecht: “Klassische, im Blogumfeld eher unbeliebte Werbemittel wie Banner oder Pop-Ups werden bei Blogpay durch “Kontext-Placement” ersetzt. Beispiel: Ein Musikblog könnte im Rahmen seiner täglichen Berichterstattung eine Kritik zu der CD X veröffentlichen, was vom jeweiligen Musikverlag entlohnt wird. Um den journalistischen Anspruch zu wahren, muss die Berichterstattung selbstverständlich unabhängig und unbefangen erfolgen.” (Quelle: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070222027)

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Einerseits liegt die Betonung auf einer unabhängigen und unbefangenen Berichterstattung. Insbesondere ist eine “Kritik” eine journalistische Darstellungsform. Andererseits soll es nach dem Vorschlag von blogpay.de der Musikverlag sein, also der Produzent der CD sein, der unmittelbar für eine CD-Kritik in einem Weblog bezahlt. Ob blogpay.de sich dieses Modell bei den Klassikakzenten, mit denen ich mich hier in ähnlicher Sache beschäftigt hatte, abgeguckt hat?

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Wenn A über B berichtet und B dem A dafür Geld gibt, dass er das tut, dann kann die Berichterstattung nicht unabhängig sein. So einfach ist das.
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By the way: Wenn der Chefredakteur einer Klavier-Zeitschrift, Carsten Dürer, für eben dieses Werbeblättchen der Universal einen großen Artikel über den Pianisten Yundi Li schreibt, dann würde ihm eine normale Zeitung vermutlich den Stuhl vor die Tür setzen. Begründung: Glaubwürdigkeit verspielt, in Interessenkonflikte geraten. Aber das wird nicht passieren. Der Herausgeber wird seinem Chefredakteur schon den Rücken stärken.

Bi-Wiring und Bi-Amping

Donnerstag, Februar 22nd, 2007

Nach wie vor bastele ich an meinem hier erwähnten Artikel für die hifi-tunes 3. Ich hatte einen Absatz zum Thema Bi-Amping begonnen. Den habe ich jetzt aber wieder heraus genommen. Unser Thema sind ja Kabel. Bi-Amping hat zwar indirekt mit Kabeln zu tun, weil man für die doppelte Anzahl an Endstufen auch die doppelte Anzahl an Kabeln benötigt, aber eigentlich gehört ein Erfahrungsbericht zum Thema Bi-Amping nicht in ein Kabelbuch, sondern in ein Buch über Verstärker.

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Dass Erfahrungen mit Bi-Wiring in ein Kabelbuch gehören, bleibt unbestritten.

Sara Tavares: Balancê

Mittwoch, Februar 21st, 2007

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Was für eine Stimme! Sie klingt glockenhell und windet sich locker, leicht und schwerelos durch die komplizierten Texte einer Sprache, mit der kaum ein Mitteleuropäer etwas anfangen kann. Es ist die Sprache von Einwandererkindern, wie Sara Tavares erklärt: “Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, dann sprechen wir eine Mischung aus portugiesischer Umgangssprache, Slang aus Angola und kapverdischem ‘crioulo’, das wiederum viele Lehnworte aus dem Englischen und Französischen enthält.” Wer sich zu solchen Texten jetzt eines dieser Watte-Stimmchen vorstellt, wie sie in “audiophilen” Produktionen gerne in ein wohlfeil-exotisches Latin-Kleidchen gesteckt werden, befindet sich auf dem Holzweg. Sara Tavares’ Stimme hat Kern und Kontur. Sie musste früh lernen, sich durchzusetzen.

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Sara Tavares wuchs ohne Eltern auf. Ihr Vater ging nach Amerika, und auch die Mutter verschwand. Eine ältere Portugiesin kümmerte sich um das Mädchen. Als Fünzehnjährige gewann Sara Tavares den Ausscheidungswettbewerb für die Teilnahme am Eurovision Song Contest in Dublin 1994. Dort erreichte sie den achten Platz. Zumindest in Portugal war sie jetzt bekannt; sie trat regelmäßig im Fernsehen auf. 1996 erschien ihr Debüt-Album “Shout”, 1997 nahm sie für die Walt Disney-Produktion “Der Glöckner von Notre Dame” den Song God Help The Outcast auf - Sara Tavares war auf dem Weg ein Mainstream-Markenartikel wie Whitney Houston zu werden. In dieser Zeit lernte der nigerianische Musiker und Produzent Lokua Kanza sie kennen. Er hatte sich durch die Arbeit mit Leuten wie Ray Lema, Papa Wemba, Manu Dibango, Miriam Makeba und Youssou N’Dour einen Namen gemacht und konnte Sara Tavares davon überzeugen, ihr nächstes Album mit ihm zu produzieren. 1998 stellte sie ihre öffentlichen Auftritte ein, reiste nach Afrika, arbeitete mit Künstlern von den kapverdischen Inseln zusammen. Im Jahr 2001 erschien mit “Mi Ma Bô” ihr zweites Studioalbum. Angeblich fand es “international viel Anerkennung”. An mir ging es vollkommen vorbei; aber das gilt für jede Form portugiesischer Musik außerhalb so bekannter Acts wie Mísia und Madredeus.

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In der Populärmusik der Gegenwart liefert die sprichwörtliche “schwere Kindheit” oft den Grund für dreckige Zoten, die im Sprechgesang vorgetragen und von schmierigen Gesten begleitet werden. Sara Tavares geht einen anderen Weg, den Weg der Sanftmut. Ihre Musik bohrt sich mit der Wucht eines Wassertropfens, der bekanntlich einen Stein aushöhlen kann, ins Ohr. Dabei hilft ihr die beschwörende, trance-artige Wiederholung des immer selben Satzanfangs wie in amor é oder eine Melodie, die ohne jeden Widerhaken ins Ohr gleitet und sich dort über Tage dort einnistet, wie in bom feeling. Das Wunderbare dabei: Ihre Musik klebt und schwitzt nicht. Sie ist spielerisch und nachdenklich, heiter und melancholisch und benötigt dafür, um glaubwürdig zu sein, keine ironische Brechung. Einen schmalen Grad zwischen ambitioniertem Songwriting, Weltmusik, Ethno-Pop und Formatradio-Tauglichkeit schreitet Sara Tavares da ab. Noch gelingt ihr der Spagat. 

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Kritik? Ja. Und zwar an der Produktion. Einzelne Titel haben geradezu “audiophile” Qualitäten und sind exzellent produziert (Produktion/ Arrangement: Sara Tavares, Aufnahme: Jorge Barata, Editing: Sara Tavares und Samuel Henriques). Darum zählen für mich vor allem das sparsam instrumentierte guisa sowie de nua, der letzte und durch Trommeln afrikanisch eingefärbte Song, zu den Höhepunkten dieser CD. Das sind feine audiophile Perlen. Bei anderen Titeln drängeln sich fast zu viele Saiten- und Percussion-Instrumente im Klangbild nach vorn, und die Stimme von Sara Tavares gerät fast zu stark in den Hintergrund. Der enorme Druck, der sich bei einem Titel wie dam bô im Bass aufbaut, kann dann auch mal nerven. Auf der anderen Seite leben Sara Tavares’ Lieder von den sich locker entfaltenden, tänzerischen Rhythmen, und ein Trommelschlag, der irgendwo weit hinten im Klangbild verpuffen würde, könnte eigentlich gleich zuhause bleiben. Er ginge in diesem lebhaften Sinnenfest sowieso unter.

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Die Musik von Sara Tavares klingt wie ein Sommer zwischen schattigem Liegestuhl und sonnigem Pool, zwischen fröhlichem Strandleben und traurigen Büchern und auf jeden Fall wie ein Leben in Balance - Balancê!

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Hier ein paar Links für Interessierte:

Ein Video mit einem Interview zu Balancê.

Ein Video mit dem Titelsong.

Weitaus interessanter finde ich jedoch:

Diesen Live-Auftritt im niederländischen Fernsehen.

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Der Artikel nimmt Bezug auf diesen vorherigen Eintrag in meinem Weblog.

Kabeltests für hifi-tunes 3

Dienstag, Februar 20th, 2007

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Das Tückische an Kabeltests liegt darin, dass Vergleiche so schwierig sind. Natürlich kann man innerhalb eines Nachmittags ein Lautsprecherkabel - wie hier das HMS Gran Finale Jubilee - gegen zwei seit langem bekannte Kabel - wie hier das TMR Ramses und das LS 2 von Phonosophie - im Vergleich hören. Man wird Unterschiede wahrnehmen, gar keine Frage. Und auf der Grundlage dieser Unterschiede lassen sich bestimmten Kabel dann auch ganz gut spezifische Eigenschaften zuschreiben.

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Ein Problem bei dieser vergleichenden Vorgehensweise liegt jedoch darin, dass manche Kabel nach zwei, drei Tagen noch einmal einen Sprung nach vorn machen, andere wiederum nicht. Ein hektisches Hin- und Herwechseln verschiedener Kabel bringt insofern kaum eine verwertbare Aussage.
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Ich bin längst dazu über gegangen, ein Kabel, über das ich schreibe, möglichst lange und unverändert in der Anlage zu belassen, und einfach Eindrücke zu sammeln, dich sich - gewissermaßen “im Alltagsbetrieb” der Anlage - zu einem Gesamtbild summieren. Das HMS Gran Finale Jubilee spielt jetzt seit Freitag an der Revel Performa F32. Wenn ich es zum Fotografieren schicke, werde ich die Anlage wieder auf eines der mir bekannten Kabel zurück rüsten. Die sich dabei ergebenden Höreindrücke werden nochmal sehr aussagekräftig sein. Ich bin gespannt.

Händels Oratorium “Messiah” und Mozarts Fassung “Der Messias”

Montag, Februar 19th, 2007

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Die K & K Verlagsanstalt spricht von einer Weltpremiere, weil Händels Messiah und Mozarts Fassung Der Messias noch nicht zuvor

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“… in der Kirche des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn …
… mit Jürgen Budday als Dirigent …
… dem Barockorchester Hannoversche Hofkapelle …
… dem Maulbronner Kammerchor ..
.. in historischer Aufführungspraxis …”

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aufgenommen worden sei.

Große Worte… Auf der anderen Seite gibt es natürlich unzählige Einspielungen von Händels Messiah, und auch Mozarts Fassung wurde natürlich schon eingespielt (zum Beispiel von Sir Charles Mackeras und von Andrew Parrot). Aber im selben Raum, mit dem selben Orchester und dem selben Chor unter dem selben Dirigenten - das bietet tatsächlich einmalige Vergleichsmöglichkeiten.

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Ich habe mit der K & K-Verlagsanstalt verabredet, dass ich hier einen Link zu zwei Hörproben setzen darf, die allen Interessierten einen kurzen Vergleich ermöglichen. Ich habe mich für das letzte Stück des ersten Teils entschieden. Hier in der ursprünglichen Fassung von Händel:

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18. Chorus
His yoke is easy, and His burthen is light

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… und hier in Mozarts Bearbeitung und mit deutschem Text:

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18. Chor (mit Solisten)
Sein Joch ist sanft, leicht seine Last

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Viel Spaß beim Hören.

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PS: Dies ist weder Werbung, noch eine Rezension der beiden Einspielungen. Die K & K Verlagsanstalt profitiert von der Öffentlichkeit, die sie hier für ihre beiden Aufnahmen bekommt, und ich profitiere davon, meinen Leserinnen und Lesern mit den mp3-files einen kleinen Extra-Service bieten zu können. Das ist alles.

Wladyslaw Szpilman

Montag, Februar 19th, 2007

Bekanntlich beruht Roman Polanskis Film Der Pianist auf der Autobiografie von Wladyslaw Szpilman. Szpilman war Schüler von Artur Schnabel (Klavier) und Franz Schreker (Komposition) und wurde nach dem zweiten Weltkrieg vor allem als Schlagerkomponist bekannt. Doch auch als “klassischer” Pianist trat er gelegentlich in Erscheinung.

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Auf der linken LP, Polskie Nagrania SXL 0616, spielt er zusammen mit Stefan Kamasa (Viola) Brahms’ Sonaten op. 120 Nr. 1 und 2 (f-moll und Es-dur) - musikalisch übrigens nicht weiter beeindruckend. Auf der rechten LP spielt er als Pianist des Warschauer Quintetts César Francks Klavierquintett in f-moll, Concert Hall SMS-2513. Die Aufnahme finde ich wiederum richtig gut. Im Covertext dieser LP wird Szpilman als Pianist vorgestellt, der auf ein bewegtes Leben zurückblickt.

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Lapidarer hätte man es kaum ausdrücken können.

Frisch angesetzt - schon funktioniert’s wieder wie es soll

Samstag, Februar 17th, 2007

Hier hatte ich mich ja beklagt, dass eine holterdipolter aus abgestandenem L’art du son angesetzte Reinigungsflüssigkeit nicht anti-statisch zu wirken schien. Jetzt habe ich mir frische Reinigungsflüssigkeit angesetzt, und schon sind die Ergebnisse wieder wie gewünscht. Scheint tatsächlich so zu sein, dass L’art du son, wenn es zu alt ist oder nicht dunkel gelagert war oder das Mischungsverhältnis nicht stimmt, andere Eigenschaften bekommt.

Kleine Pause

Donnerstag, Februar 15th, 2007

Weil ich in den nächsten Tagen für die hifi-tunes 3 (unser Online- und Buchprojekt über Kabel) in Ruhe ein paar Erfahrungen zu den Themen Single-wiring, Bi-wiring, Bi-amping, lange NF-Verbindungen und kurze Lautsprecherkabel sowie kurze NF-Kabel und lange Lautsprecherverbindungen zu Papier bringen in eine Textdatei bringen möchte, gibt es ein paar Tage keine Einträge.

Fernbedienungsverächter

Donnerstag, Februar 15th, 2007

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Es wird mir oft beim Wiedereinpacken eines Testgeräts bewusst: Ich bin ein totaler Fernbedienungsverweigerer. Früher, als Fernbedienungen bei HighEnd-Geräten noch aufpreispflichtig waren, habe ich sie wenigstens ausgepackt und ausprobiert. Heute bleiben sie meistens gleich in der Verpackung. Ich steuere fast alle CD/SACD/DVD-Player über die Knöpfe auf der Frontplatte.

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Wahrscheinlich hat mich mein Plattenspieler so konditioniert. Außerdem ist der Weg bis zum Gerät schneller gemacht als eine Fernbedienung in meinem Chaos gefunden wäre…

Jascha Heifetz “spielt” Vieuxtemps

Donnerstag, Februar 15th, 2007

Viel Spaß!

Testsieger trinken (Testsieger-Inflation, Teil 3)

Mittwoch, Februar 14th, 2007

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Der ist “okay”, wie man im Analog-Forum neuerdings tiefstapeln würde.

Anti-statisch? - Nur wenn’s frisch ist?

Mittwoch, Februar 14th, 2007

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Gestern wollte ich am späten Abend “eben mal noch” eine LP waschen und stellte fest, dass mein L’art du son-Vorrat (die Mischung, nicht das Konzentrat) aufgebraucht war. Ich hatte keine Lust, mir aufwändig eine neue Mischung anzurühren und füllte den abgestandenen Rest aus meiner noch rumstehenden ersten L’art du son-Flasche (diesmal das Konzentrat, nicht die Mischung; ich habe längst eine frische Flasche angebrochen) in meine Plastik-Dosierflasche und füllte das ein wenig mit destilliertem Wasser auf. Pi mal Daumen, statt sorgfältig abzumessen.
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Dann wusch ich die LP.

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Die Platte war in einem hervorragenden Erhaltungszustand. Dennoch knisterte sie. Das hörte sich stark nach statischen Aufladungen an. Ob L’art du son seine unbestritten anti-statische Wirkung vielleicht nur entfaltet, wenn es frisch ist?

Zur Deponie gefahren

Dienstag, Februar 13th, 2007

Telefonat mit einem Kollegen.

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ich: … die haben damals versprochen, die abzuholen. Haben sie nicht gemacht.

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er: Wer denn?

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ich: Firma X. Ich habe doch damals über die X123 geschrieben, große Standlautsprecher.

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er: Die haben sie nicht abgeholt und du hast die Kisten zur Deponie gebracht?

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ich: Ja. Schließlich habe ich über fünf Jahre auf die Abholung gewartet. Und mein Nachbar hatte jetzt einen Anhänger zur Verfügung. Da passten die drauf. Ich hatte Firma X zweimal gesagt, dass sie die holen sollen. Ich wollte endlich den Keller frei bekommen. Und ins Auto passen die nicht.
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er: Und dann hast Du sie wirklich weg gebracht?

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ich: Ja, sicher. Zur Deponie. Mit dem Anhänger. Ich finde das eine Zumutung, dass Firma X die nicht selbst geholt hat. Das hatten die versprochen.

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er: Du meinst, Du hast die X123 zur Deponie gefahren?

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ich: Nein, nur die Kisten…
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Erläuterung: Im Jargon werden große Lautsprecher auch schon mal als “große Kisten” bezeichnet. Ich habe aber wirklich nur die Kisten und nicht die Lautsprecher entsorgt. Die Lautsprecher hatte ein Vertriebsmitarbeiter von X gleich nach dem Test abgeholt. Ohne Verpackung passten sie so gerade in sein Auto.

Grammy-Verleihung, Sparte Klassik

Dienstag, Februar 13th, 2007

Interessiert sich jemand dafür, wer die Grammys in der Sparte Klassik und ihren Unterkategorien bekommen hat? Niemand? Richtig, der Grammy ist ungefähr so aussagekräftig wie der Echo - am besten “nicht mal ignorieren”.

Wer’s trotzdem wissen will: hier die Ergebnisse.

PS: Einverstanden, Grammies sieht wirklich komisch aus, ich hab’s in Grammys geändert.