Archive for Dezember, 2006

Haltungsfragen und Vorsätze

Sonntag, Dezember 31st, 2006

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Der Druckverlag Kettler verschickt zum Jahreswechsel regelmäßig Kalender mit wunderbaren Fotografien als Werbegeschenk. Ich freue mich darüber und hänge den Kalender in jedem Jahr auf. Nur für 2007 machen sie es mir schwierig. Das Juli-Bild ist eine Fotografie von Leni Riefenstahl aus dem Jahr 1936 mit dem Titel “Sportler”. Ich weiß nicht, ob ich mir das wirklich in die Küche hängen will. Weil die übrigen Fotos der übrigen Kalendermonate solcher Bezüge vollkommen unverdächtig sind, habe ich immer noch die Möglichkeit, das Juli-Blatt zu entfernen und den Kalender trotzdem aufzuhängen.

Mal sehen.

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Allen Leserinnen und Lesern von www.blog.platte11.de und www.platte11.de wünsche ich viel Erfolg bei der Umsetzung guter Vorsätze. Worin mein Vorsatz besteht, zeigt das Foto an. Alles Gute allen dort draußen für 2007!

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Platten unterm Mikroskop und Mercury Records

Freitag, Dezember 29th, 2006

Wer schon immer einmal etwas genauer hinsehen wollte

Wer sich für das Mercury-Label interessiert … 

Leider nur auf English.

Endlich komplett

Donnerstag, Dezember 28th, 2006

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Eigentlich bin ich gar kein typischer Label-Sammler und auch kein Original-Fanatiker. Eine exzellent erhaltene SPA ist mir jederzeit lieber als eine verschrumpelte SXL. Und auch Teldec-Pressungen von Decca-Aufnahmen kann ich problemlos akzeptieren (mein Geldbeutel sowieso). Aber irgendwann hatte es sich ergeben, dass der Dvorák-Zyklus von Istvan Kertesz auf Decca SXL sich nahezu vollständig in meinem Plattenregal angesammelt hatte. Da packte mich denn doch der Ehrgeiz, die Sache komplett zu machen.

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Jetzt hat’s geklappt. Das dunkle Cover rechts oben dient nur der Symmetrie auf dem Foto. Es ist Decca SPA 87 - Kertesz frühere Aufnahme mit dem Vienna Philharmonic Orchestra oder auf Hochdeutsch: den Wiener Philharmonikern als UK-Nachpressung.

Ich freue mich!

Platz für einen Gast

Donnerstag, Dezember 28th, 2006

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Vor Weihnachten habe ich für ein neues Testthema ein wenig umgeräumt. In der nächsten Ausgabe von image hifi beschäftige ich mich mit einem Clearaudio Performance, der mit einem ziemlich interessanten Lager ausgestattet ist. CMB steht für Ceramic Magnet Bearing. Ich habe das Clearaudio-Laufwerk schon fleißig fürs Weihnachtsoratorium genutzt.

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Zuerst musste ich aber eine Stellfläche für den Clearaudio Performance schaffen. Mein Rack of Silence von Solidtech habe ich mit Discs of Silence ausgestattet, die eine Granitplatte tragen. Die Granitplatte brachte Masse und Ruhe unter das Laufwerk; den Klang von Komponenten auf Granit mag ich allerdings nicht (nur bei Elektronik und Laufwerken von Helmut Brinkmann scheint Granit ohne weitere Zwischenlage den Klang zu befördern - da klingt’s gut). Darum kam als zweite Schicht eine Siebdruckplatte auf die Granitplatte.

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Funktionierte prima und klang prima. Der Clearaudio Performance kommt in den nächsten Tagen aber auch noch auf’s Wandrack.

Häßliche Cover

Donnerstag, Dezember 28th, 2006

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Regelmäßig wird in diversen Foren zur Wahl des geschmacklosesten Covers aufgerufen. Die Zensierten Rosen stellen sich der Herausforderung mit einem netten Stilleben aus meiner Stammkneipe deutschen Kneipen-Interieurs. Ich dachte, für so etwas interessierten sich nur Volkskundler
Der Pressetext fordert übrigens: “Dieser Song gehört ab sofort auf jedes feuchtfröhliche Zusammentreffen gut gelaunter Menschen in und um Deutschland. Hören, kaufen, feiern, sonst nichts.”
Ich weiß gar nicht, wie ich in deren Presseverteiler geraten bin.

Bruno kauft Hifi

Donnerstag, Dezember 21st, 2006

Editiert: Firmennamen von Elektronikmärkten vorsichtshalber durch das Pseudonym (Elektronikmarkt) ersetzt, weil ich sowas derzeit gewiss nicht brauche.

Was, Sie kennen Bruno nicht? Dann haben Sie unser Analog-Buch nicht gelesen…

Bruno ist eine imaginäre Figur, in die Freunde, Bekannte und Kollegen (nicht von image…) eingegangen sind. In unserem Analog-Buch habe ich Bruno als Interessenten für einen Plattenspieler erfunden. Eine ganz ähnliche, aber “echte” Person hatte sich in den vergangenen Wochen an mich gewandt, weil sie sich eine neue Hifi-Anlage kaufen wollte. Bleiben wir doch der Einfachheit und der Anonymität halber bei Bruno. Bruno wollte gut Musikhören und war erstens bereit und zweitens in der Lage, etwas Geld zu investieren. Ich habe Bruno bei der Auswahl begleitet und so noch einmal eine (von mir) fast vergessene Perspektive auf die „HigEnd-Welt“ einnehmen können. Übrigens war Bruno zuvor in einem (Elektronikmarkt) oder bei (Elektronikmarkt) oder so. Das hatte ihn aber nicht überzeugt – nur so als Randbemerkung.

Ich hatte Bruno abgeholt und wir fuhren zu dem HighEnd-Laden. Wir kamen bewusst in der späten Mittagszeit/ frühen Nachmittagszeit, weil wir in Ruhe beraten werden wollten. Ab Feierabendzeit ist es in jedem HighEnd-Laden vor Weihnachten voll. Tatsächlich war der Laden ziemlich leer. Der Inhaber war zwar noch mit einem Außendienstmitarbeiter (jedenfalls nicht mit einem Kunden) beschäftigt, aber wir bekamen schon mal einen Kaffee und eine Sessel angeboten – sehr angenehm. Der Inhaber fragte ein wenig nach Interessen (Klassik) und Budget (gehoben, aber nicht exorbitant) von Bruno und schlug vor, eine Odeon Orfeo zum Probehören aufzustellen. Wir waren einverstanden. Leider hatte ich vergessen, Bruno zu sagen, dass er ein paar CDs mitnehmen solle. Ich selbst holte ein paar aus dem Auto, aber es ging ja um Lautsprecher für Bruno, nicht für mich.

Wir hörten in die Mullova-Aufnahme von Beethovens Violinkonzert. Bruno war enttäuscht. Er wollte mehr Fülle und mehr Bass. Ich wendete ein, dass es am HIP-Instrumentarium liege könne, wenn das Orchester etwas dünn klinge usw, aber nachdem wir auch noch in Mahlers „Fünfte“ reingehört hatten, musste ich Bruno zustimmen: Die Orfeo klang faszinierend präzise, aber wenn man – wie Bruno – bisher recht voluminöse „Boxen“ auf dem Fußboden stehen hatte, dann musste man ganz klar Grundton und Bass vermissen… Auf den Fußboden gestellt, dickt jede Box auf. Und wenn man an diese Aufdickung gewöhnt ist, kann der Klang eines Zwei-Wege-Lautsprecher auf Ständern befremdlich mager wirken …

Bruno wollte etwas anderes hören, und auch ich riet eher zu einem Standlautsprecher. Brunos Raum ist nämlich ziemlich groß. Und der Schritt von einer sehr konventionellen, auf dem Fußboden stehenden Box zur Odeon Orfeo schien mir für Bruno auch fast zu groß – er wollte ja Spaß beim Musikhören haben und kein Tonmeister werden. Ich selbst hätte mit der Odeon Orfeo dagegen ganz gut leben können. Aber ich bin beim Musikhören auch ein Detail- und Auflösungsfetischist.

Jedenfalls stellte der Inhaber eine Audio Physic Yara auf. Das Klangbild schien geschlossener, fülliger und runder. Bruno war zufrieden. Doch der Inhaber war so klug, zum Gegen-Checken noch mal die Odeon Orfeo anzuschließen. Tatsächlich – die klang dünner, aber auch viel präziser. „Was gibt es denn dazwischen? Große Genauigkeit und mehr Fülle?“, wollte Bruno wissen. Eine Odeon Rigoletto wurde aufgestellt. Wir brauchten nicht lange, und Bruno war sofort zufrieden: Das war’s! Die Rigoletto machte den Bass für Mahlers Kontrabässe und hatte die Präzision und Attacke für Trompeten-Einsätze und konnte die Stimme einer Opernsängerin faszinierend aus einem imaginären Bühnenraum auf uns zu fluten lassen. Außerdem sah die Rigoletto auch noch klasse aus. Die Sache war entschieden. Bruno orderte auch gleich einen feinen Verstärker und CD-Player (von Primare). Zum CD-Player riet ich ihm, weil es aus meiner Sicht keinen Sinn macht, eine so feine Hifi-Anlage wie er sie kaufen wollte, mit einem fünzehn Jahre alten, portablen CD-Spieler anzusteuern. Den Rat hat er angenommen. Aber sonst habe ich mich kaum in seine Entscheidungen eingemischt.

Welche Erkenntnis nehme ich aus dieser Geschichte für mich mit?

- Ein HighEnd-Laden unterscheidet sich vom (Elektronikmarkt) nicht nur durch das andere Produktangebot, sondern vor allem durch eine angenehme Atmosphäre, gute Beratung und die Möglichkeit des Probehörens. Das überzeugt auch Leute, die bisher noch keinen Kontakt zur „HighEnd“-Welt hatten.

- Ein guter Verkäufer (wie der, den wir erlebt haben), stellt zwar die verschiedensten Produkte auf und beantwortet Fragen, aber er enthält sich weitgehend einer eigenen Meinung (das habe ich übrigens auch weitgehend getan). Bruno hat selbst entschieden. Insbesondere wurde er nicht dazu gedrängt, die viel teurere Rigoletto statt der Odeon zu nehmen. Wenn ihn jemand gedrängt hat, dann waren das seine Ohren…

- Genau, die Ohren. Für mich der wichtigste Erkenntnisgewinn. Bruno, der bisher absolut keinen Kontakt zur HighEnd-Welt hatte, aber etwas von Musik versteht und sich präzise ausdrücken kann, wusste ohne Probleme zwischen den verschiedenen Lautsprechern Unterschiede wahrzunehmen und diese auch zu benennen. „Einen Unterschied höre ich doch sowieso nicht“, eine Aussage, die man immer wieder von Leuten hört, die keinen Kontakt zur „HighEnd“-Welt haben, stimmt (wahrscheinlich) nicht. Jeder hört den Unterschied zwischen einem Qualitätslautsprecher und einem Brüllwürfel, der beim (Elektronikmarkt) auf der Palette liegt. Nur kommt es selten dazu, dass die Leute sich tatsächlich mal in Ruhe etwas anhören.

- Also vermute ich, dass es ein großes, aber brach liegendes Potential an Interessenten für ausgezeichnetes Hifi gibt. Die Branche schafft es nur noch nicht, sich diesen Menschen gegenüber zu öffnen. Vermutlich liegt das an den Insider- und Schwellenritualen, die in vielen Hifi-Läden gepflegt werden.

- Die Kaufentscheidung befördert hat übrigens mit Sicherheit das Angebot des Händlers, die gesamte Anlage anzuliefern und kostenlos aufzustellen. Und weil die Odeon Rigoletto eine lange Lieferzeit hat, bekommt Bruno leihweise einen anderen Lautsprecher. Händler, die nur Kartons über die Theke schieben wollen, müssen sich nicht wundern, wenn die Leute im Internet beim Billigsten bestellen. Ich finde sogar, dass sie es nicht besser verdient haben. Übrigens hat Bruno im Gegenzug auch nicht um die letzten 50 Euro gefeilscht. Er betrachtet die Anlage als Anschaffung fürs Leben. Dafür taugt sie auch!

- Etwas war Bruno, dem Normal-Hörer, nicht so einfach zu vermitteln, und vielleicht nimmt der eine oder andere Hersteller (es soll welche geben, die hier mitlesen;-) ) das mal mit auf den Weg: Bruno wunderte sich, dass sein früherer Verstärker einen Kopfhörer-Eingang hatte, der neue Verstärker aber nicht (obwohl der neue im Verhältnis viel teurer als sein alter Verstärker ist). Für einen Normal-Hörer (und vielleicht nicht nur für den?) ist ein Kopfhörer ab 22 Uhr abends eine prima Lösung, mit der man Nachbarschaftsstreit vermeidet. Und Bruno hat auch noch viele LPs. Für den Plattenspieler und den Kopfhörer muss er jetzt externe Lösungen kaufen (hat er schon…). Er hätte sich am feinen, skandinavischen Design seiner neuen Hifi-Anlage aber bestimmt noch mehr gefreut, wenn Kopfhörerausgang und Phono-Eingang wenigstens als Extra für den neuen Vollverstärker hätten geordert werden können. Jetzt bekommt er einen schicken Verstärker und daneben zwei nicht so schicke Kästchen.

Mir hat es übrigens viel Spaß gemacht, mit Bruno einzukaufen. Ich habe auf unsere Branche einen Nachmittag lang noch einmal aus der Perspektive eines noch nicht infizierten Kunden blicken können. Für mich war das aufschlussreich. Und ich finde, dass Bruno eine ausgezeichnete Wahl getroffen hat!

Sara Tavares kommt nach Deutschland

Dienstag, Dezember 19th, 2006

Die portugiesische Songwriterin Sara Tavares (Achtung - blödes, aber ungefährliches ebay-Popup!) kommt nach Deutschland. Genauere Tourdaten gibt es bei qrious.

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Ich habe mir von der deutschen Promotion-Agentur ihres Labels angebotene MP3-Files angehört (leider nicht öffentlich zugänglich) und fand das richtig klasse. Demnächst mehr dazu. Die aktuelle CD ist bestellt.

Fotonachweis: Joke Schot, zum Download angebotenes Pressematerial von der Internetseite www.worldconnection.nl

Etwas ekelig

Sonntag, Dezember 17th, 2006

Im Wohnzimmer steht noch immer die Loricraft PRC 3, und ich bin froh um jeden Tag, an dem sie noch hier ist. Weil sie nämlich schlicht und einfach prima Platten wäscht.
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Ich wundere mich nur, dass noch niemand gefragt hat, ob ich neuerdings Bandwürmer züchte. Nicht ein einziger pikierter Kommentar bis jetzt - meine Umgebung ist diesbezüglich tolerant. Aber vor Weihnachten habe ich den Auffangbehälter mit der verschmutzen Reinigungsflüssigkeit und dem Abstandshalter-Faden für die Saugnase der Loricraft dann doch mal geleert und gespült. Jetzt ist die PRC 3 auch wohnzimmer- und festtagstauglich.

PS: Man kann den Behälter natürlich auch früher leeren. Dann kommen erst gar keine Irritationen auf.

Verschwommene Beweise

Sonntag, Dezember 17th, 2006

Es gibt ihn. Und er fährt Motorrad.

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Testsieger-Inflation, Teil 2

Sonntag, Dezember 17th, 2006

Sprach ich nicht kürzlich gestern von der Testsieger-Gläubigkeit in Frankreich?

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Hier ein ganz gewöhnlicher, industriell hergestellter (und im Supermarkt erworbener) Käse - natürlich mit “Goldmedaille”.

Radulovic statt Vengerov

Samstag, Dezember 16th, 2006

Nun war es ja doch nicht Maxim Vengerov. Der hatte abgesagt. An seiner statt spielte Nemanja Radulovic. Wer sich von dessen Spiel einen Eindruck verschaffen möchte, findet hier Material, unter anderem einen älteren Live-Schnippsel mit Beethovens Violinkonzert. Noch interessamter ist vielleicht sogar dieser Ausschnitt vom Internationalen Violin-Wettbewerb Hannover.

Außer von France musique wurde das Konzert auch vom SR, HR, MDR und Deutschlandradio Kultur übertragen.

Testsieger-Inflation

Samstag, Dezember 16th, 2006

Die Franzosen glauben an Testsieger. Darum gibt es auch so viele. Hier zum Beispiel:

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Dieser Wein hat die MÉDAILLE D’OR beim CONCOURS DES GRANDS VINS DE FRANCE in Macon gewonnen. Ist das eine wirkliche Auszeichnung? - Nein, denn in Frankreich scheint es quasi in jedem Dorf einen Wein-Concours zu geben. Damit jeder mal dran kommt. Im Supermarkt-Regal tragen etliche Flaschen irgendeine Medaille. Ein Wein-Concours ist zuallererst ein Marketing-Instrument für die Winzer in der jeweiligen Region.

Und es ist eines, das funktioniert. Steht der unentschlossene Kunde nämlich vorm Weinregal und weiß nicht weiter, dann nimmt er - - - einen Testsieger natürlich. Damit kann man nichts falsch machen.
Oder doch? Die teuren Flaschen mit den großen Namen, so ab 10, 15, 20 Euro aufwärts, tragen solche Aufkleber nie. Wein-Concours-Aufkleber sind was für den Mittelstand unter den Weinen. Richtig enttäuschend ist so ein “ausgezeichneter” Wein selten. Aber man darf von dem “Testsieger” auch keine Wunder erwarten …
Der La Chapelle Saint André 2006 ist übrigens wirklich empfehlenswert - Testsieger hin oder her. Und mit 5 Euro ja auch noch bezahlbar.

Vengerov live bei France musique

Donnerstag, Dezember 14th, 2006

Warum braucht der Hifi-Fan einen guten Tuner? - Für Gelegenheiten wie diese: France musique überträgt am Freitag, dem 15.12., ein Konzert en direct de la Salle Pleyel à Paris, also live aus dem soeben renovierten Konzertsaal, den ich hier vorgestellt hatte.

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Auf dem Programm steht - neben Brahms’ Klavierquintett in der Orchesterfassung von Schönberg - das Violinkonzert von Beethoven. In der soeben erschienenen Ausgabe von image hifi habe ich gerade ein paar Aufnahmen vorgestellt. Am Freitag in Paris wird Maxim Vengerov spielen. Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen möchte -> im Internet gibt es eine Audio-Datei aus seiner Einspielung des Konzertes unter der Leitung von Mstislav Rostropovich (hier eine Rezension von Raoul Mörchen). Das ist schon ein ziemlicher Kontrast zur von mir unter den modernen Aufnahmen so geschätzten und im Artikel vorgestellten CD von Viktoria Mullova … Und komme mir keiner mit “russischer Geigen-Schule”! Die hat die Mullova als Schülerin von Leonid Kogan ja auch. Dennoch könnte der Unterschied größer kaum sein.

Wie auch immer: Wer in der Nähe der französischen Grenze lebt und France musique empfangen kann, der sollte mal wieder sein Radio einschalten. Offenbar werden sich weitere Sender (deutsche!) der Übertragung anschließen, so dass sich der Blick ins Klassikprogramm der jeweiligen “Haussender” für Freitag lohnen mag…

Hier die Programmankündigung bei France musique.

Geigerinnen auf 3SAT

Dienstag, Dezember 12th, 2006

“Stark besaitet” - beim Portrait junger Geigerinnen auf 3SAT hinterlassen Lisa Batiashvilli und vor allem Leila Josefowicz einen starken Eindruck. Wer Leila Josefowicz nur aus der Perspektive von PR-Material und Artikeln kennt (wie ich), war überrascht, eine Person mit Ecken und Kanten zu erleben. Das vermittelt sich auch in einem Interview, das sie Dagmar Leischow gab.

Letztes Jahr im world-wide-web: Sven Regener blogt

Montag, Dezember 11th, 2006

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Bei Boogie aufgeschnappt: 2005 führte Sven Regener ein Adventsblog. Wer Sven Regener ist? Der Sänger und (meistens auch) Texter von Element of Crime. Ausgerechnet mein Lieblingsalbum der Band ist nie auf Vinyl erschienen: Weißes Papier.
Weil auch die Musik von Element of Crime immer ein bißchen zurück blickt, kann es nicht schaden, noch mal in das alte Weblog von Sven Regener zu gucken.

András Schiff erläutert Beethoven

Sonntag, Dezember 10th, 2006

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Der Pianist András Schiff hat in London parallel zu einer Konzertreihe mit Beethoven-Sonaten auch eine Vortragsreihe gehalten. Der Guardian stellt diese Vortragsreihe als mp3-Dateien im Internet zur Verfügung.

(mit Dank ans Tamino-Forum, wo ich zum ersten Mal über Schiffs Vortragreihe gelesen habe)