Archive for the ‘Musik’ Category

Furtwängler über Schlagtechnik

Freitag, März 30th, 2007

Ein interessanter Probenausschnitt mit einem Kommentar zur Schlagtechnik als Ergänzung zu diesem Eintrag. Ich habe den Ausschnitt nicht zuletzt deshalb gewählt, weil ich vor einiger Zeit in image hifi ein paar (historische) Einspielungen der “Unvollendeten” verglichen habe - eine Furtwängler-Einspielung war dabei.

Eine Reise zur Neuen Musik, beschrieben von Dr. Pingel

Donnerstag, März 29th, 2007

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen: Fraktale 13.

Sinéad O’Connor, 1988

Mittwoch, März 28th, 2007

Ein Live-Schnippsel aus der The Lion and the cobra-Zeit. Wahnsinn.

Peter Gülke über Wilhelm Furtwängler

Mittwoch, März 28th, 2007

In der Zeitschrift Musik & Ästhetik findet sich ein interessanter Artikel von Peter Gülke über Wilhelm Furtwängler. Er ist kostenlos online zugänglich.

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Wie die meisten Texte von Peter Gülke, so eignet sich auch dieser allerdings nicht dazu, bei einer Tasse Kaffee zum Zeitvertreib durchblättert zu werden.

Vinyl im Aufschwung

Dienstag, März 27th, 2007

Gestern war ich im Mediamarkt, Ruhrpark Bochum, wg. eines USB-Speichersticks. Die haben da tatsächlich wieder LPs. Nicht wahnsinnig viele, aber doch genügend, um ein Viertelstündchen vorm Regal zu stehen, durchs Angebot zu blättern und sich zu wundern.

Die Vertreibung der Stille

Dienstag, März 27th, 2007

Mit der Vertreibung der Stille sind sie schon wieder ein paar Schritte weiter. Weil mit Musik alles besser geht, vor allem das Einkaufen, hängen an den Hauswänden der französischen Kleinstadt Lautsprecher und beschallen das Trottoir. Früher nur in der Weihnachts(einkaufs)zeit, mittlerweile immer öfter.
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Das muss man doch gut finden, vor allem als Musikfreund, oder?

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Wir haben nicht zu wenig Musik, sondern zu viel, und die wir haben, verfolgt die falschen Ziele und ihr Klang ist ihrer Qualität angemessen. Gerade erscholl noch “La Paloma olé” - schlechter Geschmack ist wahrhaft international.

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Musik als Schulfach tut mehr denn je not, und hoffentlich denken sie daran, den Kindern zu erklären, wo die Überdosis beginnt.

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Beim Lautsprecher vor dem Haus wäre es nur ein kleiner Schnitt mit dem Seitenschneider durch das Kabel. Aber ich traue mich nicht…

Gibt’s die Francescatti/Mitropolous-Einspielung auf CD?

Samstag, März 24th, 2007

Ein Leser fragte, ob es die Aufnahme auf CD gibt. Im Moment offenbar nicht. Aber es gab sie als Bestandteil einer Doppel-CD in Sonys Masterworks Heritage-Reihe:

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Auf den dt. Amazon-Seiten wird die gerade angeboten, allerdings viel zu teuer. Ich würde warten. Kommt Zeit, kommen Francescatti und Mitropolous wieder auf CD… Schließlich dürfte die Aufnahme längst kein Copyright mehr haben.

Zino Francescatti

Donnerstag, März 22nd, 2007

Wie ich auf dieses Thema kam?

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Darum:

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Für image-hifi-Leserinnen und -leser nicht neu, weil irgendwann schon einmal vorgestellt: Zino Francescatti spielt das g-moll-Violinkonzert von Max Bruch in einer Aufnahme mit dem Philharmonic-Symphony Orchestra of New York unter der Leitung von Dimitri Mitropoulus.

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Eine diese Aufnahmen, in die ich - trotz historischer Klangqualität - so vernarrt bin, dass ich sie mindestens einmal im Jahr höre.

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Hier noch ein kleiner Francescatti-Schnipsel.

Eigentlich bräuchte man…

Donnerstag, März 22nd, 2007

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10 Zoll - das unpraktischste Plattenformat überhaupt. Denn erstens besteht natürlich die Gefahr, dass die Abtastnadel bei ungeschicktem Aufsetzen vom Plattenrand rutscht und auf dem Plattenteller landet, wo sie zumindest bei Filzauflagen (die ich ohnehin nicht benutze) mit großer Sicherheit geschrottet würde, zweitens habe ich immer das Gefühl, viel Justage-Potenzial zu verschenken, denn bekanntlich hängt die Justage davon ab, welchen bespielten Bereich man (bzw. der Schablonen-Hersteller) als Durchschnittswert zugrunde legt. Eigentlich bräuchte man für 10 Zoll-Scheiben einen separaten Tonarm (und eine separate Justierschablone), wobei der Tonabnehmer auf den im Vergleich zur LP engeren bespielten Bereich zu justieren wäre.

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Unsinn.
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Nüchtern betrachtet, wird eine 10 Zoll-Platte beim Abspielen auf einem System, dessen Justage wie üblich auf 12 Zoll-LPs hin optimiert wurde, um keinen Deut schlechter abgetastet als Zweidrittel (oder die letzten 15 Minuten) einer LP. Da beschwert sich doch auch keiner (obwohl Musik mit stratosphärischen Höhen vom Typ Flageolett in siebter Lage auf der E-Saite einer Geige oder Arie der Königin der Nacht von klugen Cuttern, wenn es irgendwie geht, nicht in Label-Nähe untergebracht worden sein sollten).
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Und 7 Zoll-Singles?

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Darum mache ich mir keine Gedanken. Die habe ich nämlich nicht.

Progressive Rock

Donnerstag, März 22nd, 2007

Auch wenn’s (überwiegend) nicht meine Musik ist: Die babyblauen Seiten sind klasse 12296 Rezensionen zu 7835 Alben von 2890 Bands.

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(Gefunden über den Wikipedia-Eintrag zu Dark Side of the Moon).

Junge Genies proben Schuberts Forellenquintett

Donnerstag, März 22nd, 2007

Barenboim, du Pré, Mehta, Perlman, Zukerman.

Drauflassen? Abmachen?

Mittwoch, März 21st, 2007

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Es ist ja keine Frage der Authentizität: Der alte Aufkleber war vermutlich schon im Schallplattenladen auf der LP. Insofern ist das Cover auch mit Aufkleber ein original belassenes.

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Mich nerven solche Aufkleber trotzdem. Also mache ich sie runter. Es sei denn, sie sollen mich an etwas erinnern. Rechts oben, das Preisschildchen, wird mich zum Beispiel immer daran erinnern, dass ich für die LP einmal 25 DM auf einer Plattenbörse bezahlt habe.

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25 DM für eine gebrauchte Philips-LP, das war vor rund 10 Jahren (so lange habe ich die bestimmt), verhältnismäßig viel Geld. Kein extremer Sammlerpreis, aber schon “gehoben”. Und ich glaube nicht, dass man heute - bei ebay oder auf einer Plattenbörse - viel mehr Geld dafür zahlen müsste.

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Was wollte ich eigentlich erzählen? Ach ja, heute kam der große Aufkleber ab und der kleine blieb dran.

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Und János Starkers für meinen Geschmack sonst oft etwas zu schneidige Spielweise passt zum Cello-Konzert von Édouard Lalo hervorragend. Er setzt starke rhythmische Akzente und spielt mit einem kernig-schlanken Ton. Darum ufert die Musik nicht aus.

Chumbawamba: English Rebel Songs

Mittwoch, März 21st, 2007

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Im Jahr als Chumbawamba die CD English Rebel Songs 1381-1914 veröffentlichten, hatten Milli Vanilli und die Pet Shop Boys ihre größten Erfolge. Vielleicht macht das klar, wie exotisch Chumbawamba waren. Sie waren nicht exotisch, weil sie “linke” Musik machten und über soziale und politische Themen sangen - das war in der Zeit von U2 oder Tracy Chapman nicht ungewöhnlich, sondern Tagesgeschäft. Doch Chumbawamba gingen ins Studio und nahmen ein A-cappella-Album mit Liedern von Befreiungs-, Gewerkschafts- und Emanzipationsbewegungen auf. Auf die Idee war noch keiner gekommen (noch nicht mal das Amiga-Label aus dem Arbeiter- und Bauernstaat).
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Chumbawamba haben dabei dem Musikmarkt nicht das klitzekleinste Zugeständnis gemacht. Die Bandmitglieder plus Verstärkung gingen einfach in eine Studiokabine, sangen die Lieder ein - fertig. Es gab weder pfiffige Arrangements, noch ein Soundgewand, nur einige unausgebildete Stimmen, die ein paar Nachmittage lang geübt hatten, die einfachen, aber immerhin mehrstimmig gesetzten Lieder halbwegs wackelfrei ins Mikro zu bringen. Den Song Poverty Knock haben Chumbawamba mit Geräuschen von historischen Textilmaschinen hinterlegt, weil er traditionell im Rhythmus der Maschinen gesungen wird. Aber das ist die einzige Abweichung vom puristischen Konzept.
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Mit der CD kann man - wegen der “ungekünstelten” Stimmenwiedergabe - sehr gut Hifi-Anlagen testen. Wenn eine Kette es nicht drauf hat, lauter individuelle, singende Menschen in den Hörraum zu projizieren, offenbart das ein Problem. Der Chumbawamba-Chor unterscheidet sich ja von einem “guten” Chor gerade dadurch, dass jede einzelne Stimme aus dem Rahmen fällt und ein homogener Klang gar nicht erst angestrebt wird.
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Aber man kann die CD natürlich auch einfach so hören, zum Beispiel beim Zeitunglesen. Da gibt sie einen schönen Kontrapunkt zu Schlagzeilen über bestechliche Gewerkschaftler und lustreisende Betriebsräte ab. Weil einem in Erinnerung gerufen wird, dass Chancengleichheit, Meinungsfreiheit und soziale Sicherheit nicht vom Himmel gefallen sind.

Ein E für ein U vormachen

Dienstag, März 20th, 2007

Zugegeben, eine müßige Diskussion, was denn nun E- und was U-Musik, was denn nun Klassik und Pop, was denn nun Populärmusik und Kunstmusik ist. Sie führt zu nichts, außer zu Schubladendenken. Aber wer ausgerechnet Lyrik von Friedrich Rückert vertont, der muss sich eben doch an ein paar Vorgängern messen lassen. Synthesizer-Wolken und Cello-Geknödel allein heben Anne Clarks Musik noch nicht auf die selbe Ebene.

Friedrich Rückert by Anne Clark

Montag, März 19th, 2007

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Viele Komponisten haben Texte von Friedrich Rückert vertont, unter anderem Franz Schubert, Robert Schumann und Johannes Brahms. Am bekanntesten dürfte Gustav Mahlers Vertonung der Kindertotenlieder und der so genannten Rückert-Lieder geworden sein. Hier eine Liste mit vielen, vielen Rückert-Vertonungen.
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Anne Clark hat sich 1992 (nach dem Tod des klassisch ausgebildeten Pianisten Charlie Morgan und in einer Phase der Hinwendung zu akustischer Musik) ebenfalls mit Gedichten Rückerts beschäftigt. Aus meiner Sicht, mit mäßigen Ergebnissen. Ihre LP The Law is an Anagram of Wealth enthält fünf Rückert-Lieder in englischen Übersetzungen - keine kommt auch nur in die Nähe der Ausdrucksstärke von Mahlers Liedern. Es ist eine dieser Platten, die als Pop-LP nicht mehr und als Kunstmusik-LP leider auch nicht funktionieren.

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Ich werde die LP wohl wieder für fünf Jahre ins Regal stellen.

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Hier die Quellenangabe für das Bild von Friedrich Rückert.

Digitalität und Musik

Freitag, März 16th, 2007

Ein interessanter Text von Mercedes Bunz.