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Jeder Analog-Hörer kennt das Problem: Manche LPs sehen aus wie Suppenschüsseln. Auf dem unscharfen Foto kann man erkennen wie die LP sich auf dem Plattenteller wölbt. Am Außenrand des Plattentellers entsteht ein Spalt; die Platte liegt nicht richtig auf. Das klingt schlecht.
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Gegen dieses Problem gibt es vier Lösungen:
1.) Der Plattenspieler-Hersteller Amazon formt die Telleroberfläche konkav, so dass sich - in Verbindung mit einem ziemlich schweren Auflagegewicht - sämtliche Platten an die Telleroberfläche anschmiegen.
2.) Helmut Brinkmann lässt unmittelbar um den Mitteldorn seiner Plattenspieler LaGrange und Balance einen Ring ein, der sich gegenüber der Telleroberfläche (einer Glasplatte) ein wenig erhebt. In Verbindung mit einer aufschraubbaren Plattenklemme, die ihren Druck unmittelbar an der Auslaufrille (also am Rand des Labels) anbringt, schmiegt sich bei den Brinkmann-Plattenspielern die LP gut an die Oberfläche an.
3.) Hersteller wie Clearaudio und Transrotor setzen auf Außenringe, mit denen Gewicht auf den Rand der Platten gebracht wird - damit habe ich keine Erfahrung. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es funktioniert.
4.) Und dann gibt es noch den Plattenbügler von Airtight - nur für dicke Brieftaschen.
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Die folgende Lösung ist simpel, spottbillig, keineswegs hundertprozentig befriedigend, aber immerhin so gut, dass manche “Schüssel” hörbar besser klingt als wenn der Rand der LP in der Luft hängt. Die Idee lehnt sich ziemlich stark an der Lösung an, die Helmut Brinkmann am LaGrange und Balance realisiert hat. Sie beruht nämlich auf der Anbringung einer kleinen Erhebung in der Nähe des Mitteldorns.
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Früher habe ich dazu kleine Gummiringe in Verbindung mit einem schweren Plattengewicht genutzt. Aber eigentlich waren die zu dick und sie lagen nie wirklich zentrisch auf dem Plattenteller. Später habe ich abgeschnittene Scheiben von Weinkorken und andere Materialien ausprobiert. Am Ende erwies sich schnöde Pappe als das beste Material.
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Man bohrt ein passendes Loch in eine Fläche
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… und schneidet sie mit einem Cutter, einer Nagelschere oder was auch immer aus.
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Dafür braucht sicher niemand eine Anleitung. Und wenn die Bohrmaschine im Kofferraum liegt, der Parkplatz nicht gerade vor der Tür ist und es außerdem regnet, dann geht das Bohren sogar “von Hand” - ist ja nur Pappe.
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Okay, die Ergebnisse sehen wahrlich nicht schön aus. Viel Lärm - in Form eines langen Weblog-Eintrages - um drei mickrige Stückchen Pappe, nicht?
Aber
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… in Verbindung mit einem schweren Plattengewicht (das hier wegen seines größeren Durchmessers deutliche Vorteile gegenüber der links abgebildeten Cleverclamp von Clearaudio hat, weil es den Anpressdruck weiter nach außen bringt)
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… bekommt man auch konkave Platten verhältnismäßig plan und damit störungsfrei abgespielt.