Archive for the ‘Fotografie’ Category

Stéphane Mallarmé: L’après-midi d’un faune

Montag, März 12th, 2007

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Dieses Foto von Stéphane Mallarmé hat Gaspard-Félix Tournachon, genannt Nadar, gemacht. Nadar ist einer der bedeutendsten Portrait-Fotografen. Bekannt sind vor allem seine Fotos von der Schauspielerin Sarah Bernhardt.

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Bekanntlich war Stéphane Mallarmés Gedicht L’après-midi d’un faune die Grundlage für Claude Debussys Orchesterwerk Prélude à l’après-midi d’un faune.

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Eine schöne, kostenlos zugängliche Sammlung aller Mallarmé-Gedichte findet man hier als pdf-Datei.

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Fotonachweis: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Mallarme.jpg; Das Foto wird nach meinem Verständnis von keinen Rechten mehr geschützt und darf verbreitet werden.

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Übrigens bleibt es noch ein wenig ruhig hier im Weblog. Ich schreibe derzeit mit Hochdruck an dem Artikel über den Sugden A21SE.

Die Liebe zum Licht - Fotoausstellung im Museum Bochum

Dienstag, Januar 23rd, 2007

Eine Ausstellung im Museum Bochum zeigt, wie die physikalische Grundlage jeder Fotografie, das Licht, im Foto zum Thema wird. 67 Künstler sind mit 220 Werken an der Ausstellung beteiligt. Die Ausstellung dauert noch bis zum 9. April 2007 an.

Ausstellung Weltereignisse im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Samstag, Januar 6th, 2007

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Heute habe ich wieder einmal die Völklinger Hütte besichtigt. Mich interessierte vor allem die Ausstellung Weltereignisse. Meisterwerke der Reportagefotografie von Associated Press. Die insgesamt 72 Fotografien entstanden während der letzten 50 Jahre und werden aus Anlass des 50. Geburtstags des Saarlands gezeigt.
Die Ausstellung ist schlecht gemacht. Die Fotos entstanden ursprünglich als Reportagefotos. Einigen bekommt die Vergrößerung auf Plakatformat nicht, weil sich die Bildaussage verändert. Zwei einfache Beispiele: Auf einmal erscheint die Cola-Dose im Versteck amerikanischer Scharfschützen oder der Krupp-Schriftzug auf dem Autokran, mit dem ein Lenin-Denkmal umgerissen wird, wie absichtsvolles Product-Placement. Im normalen Format eines Zeitungsfotos (und zu diesem Zweck entstanden die Bilder!) fielen solche Details wahrscheinlich gar nicht auf. Man kann Bilder auch zur Unkenntlichkeit vergrößern. Das ist hier passiert.
Der zweite Kritikpunkt: Während meines Rundgangs wurde die Ausstellung über große Lautsprecher mit hoher Phonzahl beschallt. Das ist nicht nur eine Belästigung, sondern es konterkarriert auch den Inhalt vieler Bilder. Wenn ich mit Fotos von Lynchmorden, Napalm-Angriffen, Terror-Attacken oder aufgebahrten Menschen konfrontiert werde, dann will ich dazu keine Musik hören. Und sei die Musik noch so ambitioniert und wäre sie - am passenden Ort - auch noch so interessant.
Für mich der wichtigste Kritikpunkt: Die Bildbeschriftung ist totaler Murks. Ein Foto von einem der maskierten palästinensischen Attentäter, die 1972 in München während der Olympischen Spiele israelische Sportler als Geiseln genommen hatten, schlicht und einfach Olympische Spiele 1972 zu betiteln, wirkt unglaublich zynisch. Ich weiß nicht, ob man diesen Einwand versteht, wenn man Bild und Titel nicht gesehen hat, aber man stelle sich vor: Ein Foto mit einer maskierten Person in geduckter Haltung und mit einer Waffe in der Hand. Darunter nur zwei Worte und eine Jahreszahl: Olympische Spiele 1972. Das ist zynisch. Es ging hier ja schließlich nicht um irgendein Luftgewehr-Schießen als sportlichen Wettbewerb.
In anderen Fällen setzen die Bildunterschriften beim Betrachter ein zu großes Wissen voraus. Es gibt ein Foto vom aufgebahrten spanischen Diktator Franco aus dem Jahr 1975. Die Bildbeschreibung lautet Abschied vom Caudillo - mehr nicht. Wieviele Besucher wissen, wenn sie diese dünne Bildbeschreibung lesen, dass Franco in dem Sarg liegt? Ein weiteres Bild, aus einem Boxkampf. Die Bildbeschreibung lautet einfach “Triumpfgefühl” oder so ähnlich (den genauen Wortlaut habe ich vergessen). Mich hätte interessiert, wer da gerade gegen den (ungenannten) Cassius Clay (der sich später Muhammad Ali nannte) verloren hatte, und vermute, dass es Sonny Liston war. Bildbeschreibungen sind dazu da, dem Besucher das zu erklären, was an Wissen nicht automatisch vorausgesetzt werden kann.
Die Ausstellung wirkt wie mit heißer Nadel gestrickt. Sie schielt mit ihrem populären Thema auf hohe Besucherzahlen, lässt die Besucher dann aber mit den Bildern allein.

Arbeiten Sie digital?

Donnerstag, Januar 4th, 2007

Jim Rakete, der zahllose deutsche Populärmusiker fotografiert hat, stand Peter Badge für monochrom.com Rede und Antwort. Interessant, auch wegen der erfreulich undiplomatischen Statements zur Arbeit anderer Fotografen.

Gefesselt wurde ich aber vor allem von diesem Teil des Dialogs:

Badge: “Arbeiten Sie digital?”

Rakete: “Nein, ich finde, es muss ein Original geben. Es muss einen Moment geben, wo man sagt, es ist fertig.”

Badges: “Das könnte man auch digital festhalten.”

Rakete: “Das stimmt. Aber erstens könnte ich die Files gar nicht so gut aufbewahren. Auf CD kopiert, wie lange glauben Sie wohl, dass die Dinger halten? Und zweitens rettet mich ein Print, dass ich zumindest für mich immer weiss, was ich gemeint habe. Egal, was dann irgendwelche crazy Art-Directoren damit machen.”

Haltungsfragen und Vorsätze

Sonntag, Dezember 31st, 2006

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Der Druckverlag Kettler verschickt zum Jahreswechsel regelmäßig Kalender mit wunderbaren Fotografien als Werbegeschenk. Ich freue mich darüber und hänge den Kalender in jedem Jahr auf. Nur für 2007 machen sie es mir schwierig. Das Juli-Bild ist eine Fotografie von Leni Riefenstahl aus dem Jahr 1936 mit dem Titel “Sportler”. Ich weiß nicht, ob ich mir das wirklich in die Küche hängen will. Weil die übrigen Fotos der übrigen Kalendermonate solcher Bezüge vollkommen unverdächtig sind, habe ich immer noch die Möglichkeit, das Juli-Blatt zu entfernen und den Kalender trotzdem aufzuhängen.

Mal sehen.

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Allen Leserinnen und Lesern von www.blog.platte11.de und www.platte11.de wünsche ich viel Erfolg bei der Umsetzung guter Vorsätze. Worin mein Vorsatz besteht, zeigt das Foto an. Alles Gute allen dort draußen für 2007!

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